Kunst – Pfad zu Glück und Freiheit

Vernisage: Freitag, 09.03.2018 ab 18.00 Uhr
Dauer/Öffnungszeiten: samstags 10.03. – 24.03.2018, 15.00 – 18.00 Uhr

SIGRID RIECH-NEUMANN                                            HARALD FRIESE

Wir alle streben nach Glück und es gibt anscheinend viele Wege dorthin. Einer ist die Kunst. Das Wort „Glück“ bedeutet: „Art, wie etwas endet/gut ausgeht“. Glück ist demnach der günstige Ausgang eines Ereignisses. Voraussetzung für den „Beglückten“ ist weder ein bestimmtes Talent, noch eigenes Zutun. Der Volksmund drückt eine Mitverantwortung des Einzelnen zur Erlangung des Glücks in dem Spruch aus: „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Demnach hängt das Glück von äußeren Umständen und vom eigenen Bemühen ab.

Glück entsteht zufällig und ist vom „Glücklichen“ nicht beeinflussbar. Viele Glücksgefühle werden vom Betroffenen ein Leben lang mit dem erstmaligen Glücksempfinden verknüpft.

Da das Glücksgefühl derart stark und prägend ist, verwundert es nicht, dass Menschen versuchen, Glücksgefühle ständig zu haben. Das Glück ist die Triebfeder vielen Handelns. Fähigkeiten und Bemühungen werden damit in Verbindung gebracht. Dieses systemische Denken und Handeln entspricht rationalem Vorgehen. Das Glück (Gefühl) soll aus dem zufällig emotionalen Umfeld in einen kontrolliert planbaren Zustand überführt werden (Ratio). Die Hoffnung dahinter ist, das Glück  zu vervielfältigen und jederzeit abrufbar zu machen.

Die Förderung individuellen menschlichen (Glück-)Strebens ist Gegenstand der Forschung und Beratung unter neurobiologischen, medizinischen, soziologischen, philosophischen, philologischen und psychotherapeutischen Gesichtspunkten. Das Streben nach Glück hat als originäres individuelles Freiheitsrecht u. a. Eingang in die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten gefunden.

Freiheit ist eine Möglichkeit selbstbestimmten Handelns. Freiheit ist rational. Das Streben nach Kontrolle und Vervielfältigung des Glücks wird in vielen Systemen zur Aufgabe und zum Ziel des Handelns. Da es keine Gewähr für das Erreichen von Zielen gibt, unterliegen sie der ständigen Kontrolle. Ziele sind immer über viele Wege erreichbar. Der Pfad wird zum Bestandteil des Ziels. Das Erreichen des Ziels schließt die freie Wahl von Hilfsmitteln, Handlungen, Wegen und Verknüpfungen ein. Dieses  Entscheidungssystem ist die FREIHEIT.

KUNST entsteht auf dem Pfad zum GLÜCK und durch die FREIHEIT der individuellen Entscheidung, Mittel und Wege frei wählen zu können. Durch die Auswahl von Gestaltungsmöglichkeiten fühlt und forscht die KUNST den unterschiedlichsten Glückszuständen nach und untersucht die Aspekte auf ihren Wahrheits- und Gefühlsgehalt. Die ENTSCHEIDUNG wird zum eigentlichen Ziel und zur Problemlösung.

KUNST entsteht dann, wenn das Ergebnis der Entscheidung die Wahrheit des Glücks bestätigt. Das Kunstwerk ist Beweis der Auswahl und deren täglicher Mahnung. Sie ist Glück und sie ist absolute FREIHEIT, sowohl für den Betrachter, als auch für den Künstler.

Presse:  Rheinische Post vom  09.03.2018

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